Museum Folkwang
Le pharmacien d’Ampurdan ne cherchant absolument rien
  • Salvador Dalí y Doménech
  • Le pharmacien d’Ampurdan ne cherchant absolument rien, 1936

  • Der Apotheker von Ampurias auf der Suche nach absolut Nichts
  • Öl und Collage auf Holz
  • 30 x 52 cm
  • Erworben 1979 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Folkwang-Museumsvereins
  • Inv.-Nr. G 434
  • Text zum WerkDas Bild zeigt eine spanische Landschaft in der Gegend von Ampurias, dem antiken Emporion. Die Szenerie erscheint auf den ersten Blick keineswegs ungewöhnlich, wären da nicht die Verunsicherung durch eine fast fotorealistische Malerei und den rätselhaften Titel. Die seltsame Gestalt des gut gekleideten Herrn im Vordergrund malte Dalí nach einem Zeitungsfoto des österreichischen Arztes Rudolf Eisenmenger, das bei der Vorführung eines von diesem erfundenen Geräts zur Herzmassage aufgenommen wurde. Allerdings erhält die Figur eine neue Identität in Erinnerung an den Apotheker Alexander Deu Lofen, ein Freund Dalís, der in der Geburtsstadt des Künstlers lebte und ein Buch über die ›Mathematik der Geschichte‹ geschrieben hatte. Dalí sprengt hier – wie in einer Vielzahl seiner Werke – die Grenzen der Assoziationsfähigkeit, indem er das Absurde in eine veristische Darstellung einkleidete und so in eine neue Realität verwandelte, die er den paranoischen Prozess des Denkens nannte.
    Ausgebildet an der Madrider Akademie lernte der Künstler Mitte der 1920er Jahre durch die dort kursierenden Hefte der Valori Plastici die so genannte ›Pittura Metafisica‹ und den italienischen Maler Giorgio de Chirico kennen. 1928/29 reiste Dalí nach Paris und traf dort unter anderem mit Picasso zusammen. Er geriet unter den Einfluss Juan Mirós und erhielt Kontakt zu der Gruppe der Surrealisten um André Breton.
  • Provenienz1930 - 1940, Edward James
    1979, Pintura Establishment, Vaduz
  • Obj_Id: 1'002'952
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Le pharmacien d’Ampurdan ne cherchant absolument rien
  • Obj_Title2_S: Der Apotheker von Ampurias auf der Suche nach absolut Nichts
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Le pharmacien d’Ampurdan ne cherchant absolument rien The pharmacist of Ampurdan seeking absolutely nothing Le pharmacien d’Ampurdan ne cherchant absolument rien Der Apotheker von Ampurias auf der Suche nach absolut Nichts
  • Obj_Dating_S: 1936
  • Jahr von: 1'936
  • Jahr bis: 1'936
  • Obj_IdentNr_S: G 434
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0434
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 30 x 52 cm
  • Obj_Material_S: Öl und Collage auf Holz
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl und Collage auf Holz
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1979 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Folkwang-Museumsvereins
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Das Bild zeigt eine spanische Landschaft in der Gegend von Ampurias, dem antiken Emporion. Die Szenerie erscheint auf den ersten Blick keineswegs ungewöhnlich, wären da nicht die Verunsicherung durch eine fast fotorealistische Malerei und den rätselhaften Titel. Die seltsame Gestalt des gut gekleideten Herrn im Vordergrund malte Dalí nach einem Zeitungsfoto des österreichischen Arztes Rudolf Eisenmenger, das bei der Vorführung eines von diesem erfundenen Geräts zur Herzmassage aufgenommen wurde. Allerdings erhält die Figur eine neue Identität in Erinnerung an den Apotheker Alexander Deu Lofen, ein Freund Dalís, der in der Geburtsstadt des Künstlers lebte und ein Buch über die ›Mathematik der Geschichte‹ geschrieben hatte. Dalí sprengt hier – wie in einer Vielzahl seiner Werke – die Grenzen der Assoziationsfähigkeit, indem er das Absurde in eine veristische Darstellung einkleidete und so in eine neue Realität verwandelte, die er den paranoischen Prozess des Denkens nannte.
Ausgebildet an der Madrider Akademie lernte der Künstler Mitte der 1920er Jahre durch die dort kursierenden Hefte der Valori Plastici die so genannte ›Pittura Metafisica‹ und den italienischen Maler Giorgio de Chirico kennen. 1928/29 reiste Dalí nach Paris und traf dort unter anderem mit Picasso zusammen. Er geriet unter den Einfluss Juan Mirós und erhielt Kontakt zu der Gruppe der Surrealisten um André Breton.