Museum Folkwang
La moisson
  • Vincent van Gogh
  • La moisson, 1889

  • Die Ernte, Kornfeld mit Schnitter
  • Öl auf Leinwand
  • 59,5 x 72,5 cm
  • Erworben 1902 für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen
  • Inv.-Nr. G 62
  • Text zum WerkDurch das Fenster seines Zimmers in der Krankenanstalt von Saint-Remy sah van Gogh auf einen Acker. Er hat dieses direkt hinter der Gartenmauer gelegene Motiv wiederholt gemalt und gezeichnet. In einem Brief an seinen Freund Émile Bernard schreibt van Gogh, er habe in der Studie die »Teufelsfrage des Gelbs« in Angriff genommen. Es sei seine Absicht gewesen, sie in reinem Schwefelgelb zu malen. Die von ihm offensichtlich mit Kalkül gewählte Metapher erläuterte van Gogh gegenüber seinem Bruder Theo: »Ich sehe in diesem Schnitter – eine unbestimmte Gestalt, die wie der Teufel in der starken Hitze kämpft, um mit der Arbeit zu Ende zu kommen – ich sehe in ihm das Bild des Todes, in dem Sinne, daß die Menschen das Korn sind, das niedergesichelt wird. Es ist also, wenn Du so willst, das Gegenstück zu dem Sämann, den ich früher versucht habe. Aber dieser Tod hat nichts Trauriges, es geht in hellem Licht vor sich, mit einer Sonne, die alles mit einem Licht wie feinem Gold überflutet.«
  • ProvenienzKünstler
    Johanna Cohen Gosschalk-Bonger, Amsterdam
    05.1902, Vermittlung, Kunsthandel Paul Cassirer, Berlin
    1902 - 1922, Kauf bei Cassirer, Museum Folkwang, Hagen
    1922, Kauf, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'018
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Museum Folkwang, Essen, Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: La moisson
  • Obj_Title2_S: Die Ernte, Kornfeld mit Schnitter
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): La moisson The Wheatfield behind Saint Paul's Hospital with a Reaper La moisson Die Ernte, Kornfeld mit Schnitter
  • Obj_Dating_S: 1889
  • Jahr von: 1'889
  • Jahr bis: 1'889
  • Obj_IdentNr_S: G 62
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0062
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 59,5 x 72,5 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1902 für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
    Foto: Museum Folkwang
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Durch das Fenster seines Zimmers in der Krankenanstalt von Saint-Remy sah van Gogh auf einen Acker. Er hat dieses direkt hinter der Gartenmauer gelegene Motiv wiederholt gemalt und gezeichnet. In einem Brief an seinen Freund Émile Bernard schreibt van Gogh, er habe in der Studie die »Teufelsfrage des Gelbs« in Angriff genommen. Es sei seine Absicht gewesen, sie in reinem Schwefelgelb zu malen. Die von ihm offensichtlich mit Kalkül gewählte Metapher erläuterte van Gogh gegenüber seinem Bruder Theo: »Ich sehe in diesem Schnitter – eine unbestimmte Gestalt, die wie der Teufel in der starken Hitze kämpft, um mit der Arbeit zu Ende zu kommen – ich sehe in ihm das Bild des Todes, in dem Sinne, daß die Menschen das Korn sind, das niedergesichelt wird. Es ist also, wenn Du so willst, das Gegenstück zu dem Sämann, den ich früher versucht habe. Aber dieser Tod hat nichts Trauriges, es geht in hellem Licht vor sich, mit einer Sonne, die alles mit einem Licht wie feinem Gold überflutet.«