Museum Folkwang
Oberbayerische Landschaft mit Jägern
  • Wilhelm von Kobell
  • Oberbayerische Landschaft mit Jägern, 1823

  • Öl auf Leinwand
  • Erworben 1960
  • Inv.-Nr. G 307
  • Text zum WerkWilhelm von Kobell, Mitglied einer seit dem 18. Jahrhundert in Mannheim ansässigen Künstlerfamilie, wurde 1792 als Hofmaler nach München berufen, wo er von 1814 bis 1826 auch als Professor für Landschaftsmalerei an der Kunstakademie unterrichtete. Sein Werk und seine Lehrtätigkeit hatten entscheidenden Anteil an der Durchsetzung einer neuen Form von Landschaftsmalerei und bereiteten damit auch die Kunst der späteren Münchner Schule (Makart, Lenbach, Leibl u. a.) vor.

    »Oberbayerische Landschaft mit Jägern« zeigt einige der für den Spätstil des Malers charakteristischen Merkmale. Die Gruppe der Hauptfiguren steht wie auf einer Bühne im Vordergrund einer übersichtlichen Landschaft. Die darin verstreut angeordneten Szenen landwirtschaftlicher Arbeit machen vermittels ihrer maßstäblichen Verkleinerung die Weite des Bildraums kenntlich.
    Obwohl die Menschen und Tiere ebenso wie der Schauplatz des Geschehens detailliert und realistisch dargestellt sind, wirkt der Bildaufbau eigentümlich abstrakt. Die Senkrechten der menschlichen Figuren und der beiden Pferde durchschneiden die gänzlich in der Waagerechten ausgebreitete Landschaft, deren gleichförmige Schichtung unterhalb der Horizontlinie von den verzerrten Formen der Schlagschatten belebt wird.
  • ProvenienzHelene Tepelmann-Vieweg, Braunschweig
    1940, Auktion Lempertz
    Dr. Koerfer, Schweiz
    1960, Galerie Dr. Fritz und Peter Nathan, Zürich
    seit 1960, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'036
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Oberbayerische Landschaft mit Jägern
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Oberbayerische Landschaft mit Jägern Upper Bavarian Landscape with Hunters Oberbayerische Landschaft mit Jägern
  • Obj_Dating_S: 1823
  • Jahr von: 1'823
  • Jahr bis: 1'823
  • Obj_IdentNr_S: G 307
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0307
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S:
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1960
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Wilhelm von Kobell, Mitglied einer seit dem 18. Jahrhundert in Mannheim ansässigen Künstlerfamilie, wurde 1792 als Hofmaler nach München berufen, wo er von 1814 bis 1826 auch als Professor für Landschaftsmalerei an der Kunstakademie unterrichtete. Sein Werk und seine Lehrtätigkeit hatten entscheidenden Anteil an der Durchsetzung einer neuen Form von Landschaftsmalerei und bereiteten damit auch die Kunst der späteren Münchner Schule (Makart, Lenbach, Leibl u. a.) vor.

»Oberbayerische Landschaft mit Jägern« zeigt einige der für den Spätstil des Malers charakteristischen Merkmale. Die Gruppe der Hauptfiguren steht wie auf einer Bühne im Vordergrund einer übersichtlichen Landschaft. Die darin verstreut angeordneten Szenen landwirtschaftlicher Arbeit machen vermittels ihrer maßstäblichen Verkleinerung die Weite des Bildraums kenntlich.
Obwohl die Menschen und Tiere ebenso wie der Schauplatz des Geschehens detailliert und realistisch dargestellt sind, wirkt der Bildaufbau eigentümlich abstrakt. Die Senkrechten der menschlichen Figuren und der beiden Pferde durchschneiden die gänzlich in der Waagerechten ausgebreitete Landschaft, deren gleichförmige Schichtung unterhalb der Horizontlinie von den verzerrten Formen der Schlagschatten belebt wird.