Museum Folkwang
Photograph by Peter A. Juley & Sons, New York made to commemorate the wedding of Maharaja Yeshwant Rao Holkar Bahadur, to Sanyogita Raje, 1924, found and re-photographed in Turin
  • Simon Starling
  • Photograph by Peter A. Juley & Sons, New York made to commemorate the wedding of Maharaja Yeshwant Rao Holkar Bahadur, to Sanyogita Raje, 1924, found and re-photographed in Turin, 2008

  • Fotografie von Peter A. Juley & Sons, New York zur Erinnerung an die Hochzeit des Maharadscha
    Yeshwant Rao Holkar Bahadur mit Sanyogita Raje, 1924, in Turin gefunden und reproduziert.
  • aus der Installation: Three Birds, Seven Stories, Interpolations and Bifurcations
  • Platin/Palladiumdruck
  • Erworben 2008 mit Unterstützung der Ernst und Elly Henke-Stiftung, Essen
  • Inv.-Nr. P 306/4
  • Text zum WerkPrinz Yeshwant Rao Holkar Bahadur (1908-1961) war der Enkel von Tukoji Rao Holkar II.*, der 1844 vom Britischen Generalgouverneur als Regierungsoberhaupt von Indore eingesetzt wurde. In jungen Jahren hatte man den Prinzen in Cheam, England, auf die Schule geschickt, später studierte er im Charter House College und Christ Church College, Oxford. Während dieser Zeit in England bereiste er Europa intensiv und begann sich für die Moderne und Architektur zu interessieren. Er besuchte zahlreiche Messen und Ausstellungen in Berlin, London und Paris und entdeckte den Deutschen Werkbund und das Bauhaus in Deutschland sowie die U.A.M (Union des Artistes Modernes) in Paris. 1930 traf er Constantin Brancusi in seinem Atelier, nachdem ihn der Schriftsteller, Diplomat und Kunsthändler Henri-Pierre Roché ihm vorgestellt hatte.

    *Tukoji Rao Holkar II. war für die grundlegende Modernisierung des Fürstenstaates verantwortlich, indem er in den Bereichen Kommunikation, Transport und Bankwesen neue Infrastrukturen schuf und damit Indore zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standort machte. Sein Sohn führte diesen Modernisierungsprozess fort und lud den schottischen Stadtplaner, Soziologen und Verfechter der Gartenstadt Patrick Geddes (1854–1932) nach Indore ein. Zwischen 1915 und 1918 setzte Geddes wichtige Projekte in der Stadtplanung und urbanen Hygiene um. Geddes ist in Schottland damit bekannt geworden, dass er in der Turmspitze des Outlook Tower in der Nähe des Edinburgh Castle eine ›Camera obscura‹ installierte, die einen Ausblick über die Skyline der Stadt erlaubte. Diese populäre Sehenswürdigkeit war nur ein Bestandteil eines komplexen Museums, dass das Edinburgh des späten 19. Jahrhunderts innerhalb eines globalen Kontextes zu begreifen sucht.

    Im Mai 1957 schrieb Roché: “Eines Tages stellte ich Brancusi einen jungen indischen Prinz vor, den ich in Oxford kennen gelernt hatte. Sie waren sich sympathisch. Der Besucher betrachtete all die Arbeiten äußerst eingehend und nahm sich sehr viel Zeit, fast so als befände er sich in einer Märchenwelt. Er hatte zu jener Zeit nicht viel Geld.“
  • Provenienz2008, Galleria Franco Noero, Turin
  • Obj_Id: 1'031'226
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 188
  • Obj_Creditline_S: Musuem Folkwang, Essen, Skulpturensammlung
  • Obj_Title1_S: Photograph by Peter A. Juley & Sons, New York made to commemorate the wedding of Maharaja Yeshwant Rao Holkar Bahadur, to Sanyogita Raje, 1924, found and re-photographed in Turin
  • Obj_Title2_S: Fotografie von Peter A. Juley & Sons, New York zur Erinnerung an die Hochzeit des Maharadscha
    Yeshwant Rao Holkar Bahadur mit Sanyogita Raje, 1924, in Turin gefunden und reproduziert.
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg): aus der Installation: Three Birds, Seven Stories, Interpolations and Bifurcations
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Photograph by Peter A. Juley & Sons, New York made to commemorate the wedding of Maharaja Yeshwant Rao Holkar Bahadur, to Sanyogita Raje, 1924, found and re-photographed in Turin part of ›Three Birds, Seven Stories, Interpolations and Bifurcations‹ Photograph by Peter A. Juley & Sons, New York made to commemorate the wedding of Maharaja Yeshwant Rao Holkar Bahadur, to Sanyogita Raje, 1924, found and re-photographed in Turin Fotografie von Peter A. Juley & Sons, New York zur Erinnerung an die Hochzeit des Maharadscha
    Yeshwant Rao Holkar Bahadur mit Sanyogita Raje, 1924, in Turin gefunden und reproduziert. aus der Installation: Three Birds, Seven Stories, Interpolations and Bifurcations
  • Obj_Dating_S: 2008
  • Jahr von: 2'008
  • Jahr bis: 2'008
  • Obj_IdentNr_S: P 306/4
  • Obj_IdentNrSort_S: P 306/4
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Fotografie
  • Obj_Crate_S:
  • Obj_Material_S: Platin/Palladiumdruck
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Platin/Palladiumdruck
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 2008 mit Unterstützung der Ernst und Elly Henke-Stiftung, Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Simon Starling, 2010
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Prinz Yeshwant Rao Holkar Bahadur (1908-1961) war der Enkel von Tukoji Rao Holkar II.*, der 1844 vom Britischen Generalgouverneur als Regierungsoberhaupt von Indore eingesetzt wurde. In jungen Jahren hatte man den Prinzen in Cheam, England, auf die Schule geschickt, später studierte er im Charter House College und Christ Church College, Oxford. Während dieser Zeit in England bereiste er Europa intensiv und begann sich für die Moderne und Architektur zu interessieren. Er besuchte zahlreiche Messen und Ausstellungen in Berlin, London und Paris und entdeckte den Deutschen Werkbund und das Bauhaus in Deutschland sowie die U.A.M (Union des Artistes Modernes) in Paris. 1930 traf er Constantin Brancusi in seinem Atelier, nachdem ihn der Schriftsteller, Diplomat und Kunsthändler Henri-Pierre Roché ihm vorgestellt hatte.

*Tukoji Rao Holkar II. war für die grundlegende Modernisierung des Fürstenstaates verantwortlich, indem er in den Bereichen Kommunikation, Transport und Bankwesen neue Infrastrukturen schuf und damit Indore zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standort machte. Sein Sohn führte diesen Modernisierungsprozess fort und lud den schottischen Stadtplaner, Soziologen und Verfechter der Gartenstadt Patrick Geddes (1854–1932) nach Indore ein. Zwischen 1915 und 1918 setzte Geddes wichtige Projekte in der Stadtplanung und urbanen Hygiene um. Geddes ist in Schottland damit bekannt geworden, dass er in der Turmspitze des Outlook Tower in der Nähe des Edinburgh Castle eine ›Camera obscura‹ installierte, die einen Ausblick über die Skyline der Stadt erlaubte. Diese populäre Sehenswürdigkeit war nur ein Bestandteil eines komplexen Museums, dass das Edinburgh des späten 19. Jahrhunderts innerhalb eines globalen Kontextes zu begreifen sucht.

Im Mai 1957 schrieb Roché: “Eines Tages stellte ich Brancusi einen jungen indischen Prinz vor, den ich in Oxford kennen gelernt hatte. Sie waren sich sympathisch. Der Besucher betrachtete all die Arbeiten äußerst eingehend und nahm sich sehr viel Zeit, fast so als befände er sich in einer Märchenwelt. Er hatte zu jener Zeit nicht viel Geld.“