Museum Folkwang
Bildnis der Tochter der Frau Klessing (Frau Regierungsrat H.)
  • Wilhelm Leibl
  • Bildnis der Tochter der Frau Klessing (Frau Regierungsrat H.), 1873

  • Öl auf Leinwand
  • 139,5 x 92 cm
  • Erworben 1998 mit Unterstützung der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen und der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung
  • Inv.-Nr. G 544
  • Text zum WerkNach ersten Lehrjahren bei dem Historienmaler Hermann Becker in seiner Heimatstadt Köln ging Leibl 1863 nach München, damals das wichtigste Kunstzentrum im Deutschen Reich. Von 1864 bis 1869 studierte er an der dortigen Akademie, u. a. bei Arthur von Ramberg und Karl von Piloty. Leibl wandte sich der Porträtmalerei zu, die weniger streng reglementiert war als die akademischen Gattungen Genre und Historie. Entscheidenden Einfluss auf die künstlerische Entwicklung Leibls hatte 1869 die Begegnung mit Gustave Courbet, an die sich ein längerer Parisaufenthalt anschloss. Dort lernte er die aktuelle französische Kunst kennen und schulte sich an den Werken der Realisten und Impressionisten.

    Das ›Bildnis der Tochter der Frau Klessing‹ ist charakteristisch für die nach Leibls Rückkehr aus Frankreich (1870) entstandenen Werke. Die schwarz gekleidete weibliche Figur, die hohe rotbraune Lehne des Stuhls und der diffuse schwarzbraune Hintergrund fügen sich zu einer großflächigen Komposition zusammen, in der einige wenige Details – Gesicht, Hände, Schlüsselbund und Gürteltasche – lichte Akzente setzen. Der flüssige Pinselduktus und die nuancierte Tonalität der dunklen Farben bezeugen Leibls Kenntnis der einige Jahre früher entstandenen Gemälde Édouard Manets.
  • Provenienz(1907), Galerie Eduard Schulte, Berlin
    (1929), Privatbesitz, Essen
    1998, Doerte von Bohlen und Halbach, Essen
    1998
  • Obj_Id: 1'003'138
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Bildnis der Tochter der Frau Klessing (Frau Regierungsrat H.)
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Bildnis der Tochter der Frau Klessing (Frau Regierungsrat H.) Portrait of the Daughter of Mrs. Klessing (Mrs. Government Councillor H.) Bildnis der Tochter der Frau Klessing (Frau Regierungsrat H.)
  • Obj_Dating_S: 1873
  • Jahr von: 1'873
  • Jahr bis: 1'873
  • Obj_IdentNr_S: G 544
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0544
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 139,5 x 92 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1998 mit Unterstützung der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen und der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Nach ersten Lehrjahren bei dem Historienmaler Hermann Becker in seiner Heimatstadt Köln ging Leibl 1863 nach München, damals das wichtigste Kunstzentrum im Deutschen Reich. Von 1864 bis 1869 studierte er an der dortigen Akademie, u. a. bei Arthur von Ramberg und Karl von Piloty. Leibl wandte sich der Porträtmalerei zu, die weniger streng reglementiert war als die akademischen Gattungen Genre und Historie. Entscheidenden Einfluss auf die künstlerische Entwicklung Leibls hatte 1869 die Begegnung mit Gustave Courbet, an die sich ein längerer Parisaufenthalt anschloss. Dort lernte er die aktuelle französische Kunst kennen und schulte sich an den Werken der Realisten und Impressionisten.

Das ›Bildnis der Tochter der Frau Klessing‹ ist charakteristisch für die nach Leibls Rückkehr aus Frankreich (1870) entstandenen Werke. Die schwarz gekleidete weibliche Figur, die hohe rotbraune Lehne des Stuhls und der diffuse schwarzbraune Hintergrund fügen sich zu einer großflächigen Komposition zusammen, in der einige wenige Details – Gesicht, Hände, Schlüsselbund und Gürteltasche – lichte Akzente setzen. Der flüssige Pinselduktus und die nuancierte Tonalität der dunklen Farben bezeugen Leibls Kenntnis der einige Jahre früher entstandenen Gemälde Édouard Manets.