Museum Folkwang
Park der Villa Pamphili
  • Johann Christian Reinhart
  • Park der Villa Pamphili, 1832

  • Öl auf Leinwand
  • 71 x 101 cm
  • Erworben 1925
  • Inv.-Nr. G 141
  • Text zum WerkEs verwundert, aber Rom zählt Anfang des 19. Jahrhunderts nicht zu den Großstädten im Abendland. Es gibt innerhalb der Aurelianischen Mauern noch zahlreiche Weingärten, das Forum Romanum mit seinen Ruinen dient als Vieh- und Weideplatz. Rom ist ein zauberhafter Genius Loci, von dem Goethe sagt: »Es ist nur ein Rom in der Welt.« Die Rombegeisterung ist unermesslich, und die nach Rom reisenden Künstler suchen jedes romantisierende Prospekt im Bild festzuhalten. So ist der ›Park der Villa Pamphili‹ im Auftrag des Kronprinzen Maximilian von Bayern an Johann Christian Reinhart entstanden. Der aus dem fränkischen Hof stammende Maler, der eigentlich lieber seine mitunter heroischen Themen aus der Fantasie als topografisch präzise malt, umschreibt die ausgedehnteste Parkanlage Roms nahe dem Casino mit ihren Giardini segreti, umgeben von akkurat geschnittenen Hecken und vornehm gekleideten Parkbesuchern, die sich im warmen Licht des späteren Nachmittags begegnen.
  • ProvenienzKronprinz Maximilian von Bayern (späterer König Max II. Joseph
    1925, P. Rusch, Dresden
    1925, Kauf bei Rusch, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'178
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Museum Folkwang, Essen, Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Park der Villa Pamphili
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Park der Villa Pamphili Park of the Villa Pamphili Park der Villa Pamphili
  • Obj_Dating_S: 1832
  • Jahr von: 1'832
  • Jahr bis: 1'832
  • Obj_IdentNr_S: G 141
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0141
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 71 x 101 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1925
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Es verwundert, aber Rom zählt Anfang des 19. Jahrhunderts nicht zu den Großstädten im Abendland. Es gibt innerhalb der Aurelianischen Mauern noch zahlreiche Weingärten, das Forum Romanum mit seinen Ruinen dient als Vieh- und Weideplatz. Rom ist ein zauberhafter Genius Loci, von dem Goethe sagt: »Es ist nur ein Rom in der Welt.« Die Rombegeisterung ist unermesslich, und die nach Rom reisenden Künstler suchen jedes romantisierende Prospekt im Bild festzuhalten. So ist der ›Park der Villa Pamphili‹ im Auftrag des Kronprinzen Maximilian von Bayern an Johann Christian Reinhart entstanden. Der aus dem fränkischen Hof stammende Maler, der eigentlich lieber seine mitunter heroischen Themen aus der Fantasie als topografisch präzise malt, umschreibt die ausgedehnteste Parkanlage Roms nahe dem Casino mit ihren Giardini segreti, umgeben von akkurat geschnittenen Hecken und vornehm gekleideten Parkbesuchern, die sich im warmen Licht des späteren Nachmittags begegnen.