Museum Folkwang
Landschaft bei Pichelswerder
  • Karl Friedrich Schinkel
  • Landschaft bei Pichelswerder, 1814

  • Öl auf Leinwand
  • 62,3 x 96,2 cm
  • Erworben 1941 mit Unterstützung des Folkwang-Museumsvereins und der Stadt Essen
  • Inv.-Nr. G 167
  • Text zum WerkDer als Maler, Zeichner und Architekt tätige Universalist Karl Friedrich Schinkel zählt in der Malerei zu den Spätklassizisten und frühen Romantikern. Dies prägte den Charakter seiner Bilder, die er nach seiner ersten Italienreise 1803–1805 malte und bei denen häufig utopische und ideale Architektur- beziehungsweise Stadtlandschaften im Zentrum stehen. Auch wenn die ›Landschaft bei Pichelswerder‹ auf die Anschauung einer realen Landschaft zurückgeht und den Blick von Pichelswerder auf die Stadtsilhouette von Spandau mit Johanneskirche, Nikolauskirche und den Juliusturm der Zitadelle wiedergibt, so ist Schinkels Blick hier doch tief romantisch von einem erhöhten Standpunkt in die weite Landschaft, die sich im Unendlichen zu verlieren scheint. Die unmittelbare Sicht in das Tal wird durch eine dunkle Reihe von Fichten versperrt. Über die Baumspitzen hinweg öffnet sich jedoch der Blick auf eine weite Ebene mit der sich windenden Havel, in den auch die zwei Figuren links im Vordergrund versunken scheinen. Rückenfiguren und unendliche Landschaft sind Formelemente, die an Caspar David Friedrich erinnern und sich auf das genaue und scharfe Beobachten der Natur konzentrieren. Bei Schinkel führt dies aber keinesfalls zu einer vordergründig naturalistischen Darstellung, selbst wenn die örtlichen Gegebenheiten genau erfasst erscheinen. Es geht ihm vielmehr um die Wirklichkeitserfassung von Landschaft und dabei nicht um die Erzeugung tiefgründiger Symbolwerte, wie wir es von Friedrichs »gebauten« Landschaften kennen.
  • Provenienz(1938), Herr von Kühlmann, Berlin
    1941, Galerie Hans Bammann, Düsseldorf; Johannes Hinrichsen, Berlin
    1941, Kauf durch die Krupp-Jubiläumsstiftung, Folkwang-Etat, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'194
  • Obj_Internet_S: Highlight
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Landschaft bei Pichelswerder
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  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Landschaft bei Pichelswerder Landscape near Pichelswerder Landschaft bei Pichelswerder
  • Obj_Dating_S: 1814
  • Jahr von: 1'814
  • Jahr bis: 1'814
  • Obj_IdentNr_S: G 167
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0167
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 62,3 x 96,2 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1941 mit Unterstützung des Folkwang-Museumsvereins und der Stadt Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort): Ausstellung Intern: E 001, Altbau, Sammlung 19. und 20. Jahrhundert
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

(1938), Herr von Kühlmann, Berlin
1941, Galerie Hans Bammann, Düsseldorf; Johannes Hinrichsen, Berlin
1941, Kauf durch die Krupp-Jubiläumsstiftung, Folkwang-Etat, Museum Folkwang, Essen