Museum Folkwang
Homage to the Square, White Island
  • Josef Albers
  • Homage to the Square, White Island, 1961

  • Huldigung an das Quadrat, White Island
  • Öl auf Hartfaser
  • 121,5 x 121,5 cm
  • Erworben 1967 mit Unterstützung der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung und der Alfried-Krupp-von-Bohlen-und-Halbach-Stiftung
  • Inv.-Nr. G 355
  • Text zum WerkAlbers war bereits mehrere Jahre in seinem ersten Beruf als Volksschullehrer tätig gewesen, als er sich der bildenden Kunst zuwandte. Seine künstlerische Ausbildung führte ihn über Stationen in Essen, wo er die Handwerker- und Kunstgewerbeschule (später Folkwangschule) besuchte, Berlin und München sowie an das Bauhaus in Weimar (ab 1920); dort wurde er u. a. von Johannes Itten unterrichtet. Nach Ittens Ausscheiden übernahm Albers die Leitung des Vorkurses und unterrichtete in der so genannten Werklehre.
    In den USA, wohin er 1933 emigriert war, lehrte Albers am Black Mountain College in North Carolina (bis 1949) und an der Yale University in New Haven/Conneticut. Zu seinen amerikanischen Schülern gehörten, um nur einige zu nennen, Kenneth Noland, Robert Rauschenberg, Eva Hesse und Richard Serra.

    Albers thematisiert in der 1950 begonnenen Bildserie ›Homage to the Square‹ die optische Wahrnehmung von Farben und deren Wechselwirkung in unterschiedlichen Kombinationen – eine wissenschaftliche und künstlerische Fragestellung, mit der er sich auch theoretisch auseinandersetzte (»Interaction of Color«, 1963).
    Der flächige Bildaufbau der ›Homage to the Square‹, für die Albers vier Varianten und fünf Formate definierte, resultiert sich aus der vertikal zentrierten, horizontal nach unten verrückten Anordnung verschiedenfarbiger Quadrate unterschiedlicher Größe. Die Farben rhythmisieren die progressive Staffelung der Quadrate und verleihen ihr eine räumliche Wirkung.

    Der Künstler und Lehrer Josef Albers gilt heute als einer der wichtigsten Mittler zwischen der ungegenständlichen Malerei der europäischen Avantgarde vor dem Zweiten Weltkrieg und der US-amerikanischen Kunst nach 1945 – der Farbfeldmalerei, des ›hard edge-painting‹ und Minimalismus.
  • Provenienz1967, Josef Albers, New Haven, Conn.
  • Obj_Id: 1'003'231
  • Obj_Internet_S: Highlight
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Homage to the Square, White Island
  • Obj_Title2_S: Huldigung an das Quadrat, White Island
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Homage to the Square, White Island Homage to the Square, White Island Huldigung an das Quadrat, White Island
  • Obj_Dating_S: 1961
  • Jahr von: 1'961
  • Jahr bis: 1'961
  • Obj_IdentNr_S: G 355
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0355
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 121,5 x 121,5 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Hartfaser
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Hartfaser
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1967 mit Unterstützung der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung und der Alfried-Krupp-von-Bohlen-und-Halbach-Stiftung
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort): Ausstellung Intern: Sammlung 20. und 21. Jahrhundert, Neubau
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Albers war bereits mehrere Jahre in seinem ersten Beruf als Volksschullehrer tätig gewesen, als er sich der bildenden Kunst zuwandte. Seine künstlerische Ausbildung führte ihn über Stationen in Essen, wo er die Handwerker- und Kunstgewerbeschule (später Folkwangschule) besuchte, Berlin und München sowie an das Bauhaus in Weimar (ab 1920); dort wurde er u. a. von Johannes Itten unterrichtet. Nach Ittens Ausscheiden übernahm Albers die Leitung des Vorkurses und unterrichtete in der so genannten Werklehre.
In den USA, wohin er 1933 emigriert war, lehrte Albers am Black Mountain College in North Carolina (bis 1949) und an der Yale University in New Haven/Conneticut. Zu seinen amerikanischen Schülern gehörten, um nur einige zu nennen, Kenneth Noland, Robert Rauschenberg, Eva Hesse und Richard Serra.

Albers thematisiert in der 1950 begonnenen Bildserie ›Homage to the Square‹ die optische Wahrnehmung von Farben und deren Wechselwirkung in unterschiedlichen Kombinationen – eine wissenschaftliche und künstlerische Fragestellung, mit der er sich auch theoretisch auseinandersetzte (»Interaction of Color«, 1963).
Der flächige Bildaufbau der ›Homage to the Square‹, für die Albers vier Varianten und fünf Formate definierte, resultiert sich aus der vertikal zentrierten, horizontal nach unten verrückten Anordnung verschiedenfarbiger Quadrate unterschiedlicher Größe. Die Farben rhythmisieren die progressive Staffelung der Quadrate und verleihen ihr eine räumliche Wirkung.

Der Künstler und Lehrer Josef Albers gilt heute als einer der wichtigsten Mittler zwischen der ungegenständlichen Malerei der europäischen Avantgarde vor dem Zweiten Weltkrieg und der US-amerikanischen Kunst nach 1945 – der Farbfeldmalerei, des ›hard edge-painting‹ und Minimalismus.