Museum Folkwang
Quappi und Inder
  • Max Beckmann
  • Quappi und Inder, 1941

  • Öl auf Leinwand
  • 95 x 55,5 cm
  • Erworben 1949 mit Unterstützung des Folkwang-Museumsvereins und der Stadt Essen
  • Inv.-Nr. G 6
  • Text zum WerkNach der Trennung von seiner ersten Frau Minna Tube (1925) heiratete Max Beckmann Mathilde von Kaulbach, genannt Quappi, die jüngste Tochter des Münchner Malers Friedrich August von Kaulbach. Die 20 Jahre jüngere Frau inspirierte den Künstler zu zahlreichen Porträts und Doppelbildnissen wie diesem Gemälde von 1941. Das Bild, eine geheimnisvolle Begegnung zwischen Quappi und einem wie ein Inder gekleideten Mann, entstand in Amsterdam, wohin das Ehepaar Beckmann am ersten Tag der Ausstellung ›Entartete Kunst‹ in München (19. Juli 1937) gezogen war.
    Der für Beckmann typische enge Bildausschnitt zeigt die zwei Figuren in einem nicht näher gekennzeichneten Interieur. Wie von einem Bühnenscheinwerfer frontal angestrahlt ist im Bildhintergrund Quappi dargestellt, während der en profil gemalte turbantragende Mann, ein anspielungsreiches Selbstporträt des Künstlers, den dunklen Vordergrund ausfüllt.
    Die Szene wirkt wie die Momentaufnahme aus einem Theaterstück, einem Maskenball oder einer Varietéaufführung. Beckmann bediente sich bekanntlich wiederholt aus dem Motivkreis des Zirkus‘, Theaters und Varietés, um in Bildern von Akrobaten, Schauspielern und Tänzern die existenziellen Gefährdungen seiner Person und künstlerischen Arbeit auszudrücken.
  • ProvenienzDr. Peter Beckmann, Ebenhausen/ München
    1949, Galerie Günther Franke, München
  • Obj_Id: 1'003'246
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Quappi und Inder
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Quappi und Inder Quappi and Indian Quappi und Inder
  • Obj_Dating_S: 1941
  • Jahr von: 1'941
  • Jahr bis: 1'941
  • Obj_IdentNr_S: G 6
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0006
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 95 x 55,5 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1949 mit Unterstützung des Folkwang-Museumsvereins und der Stadt Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Nach der Trennung von seiner ersten Frau Minna Tube (1925) heiratete Max Beckmann Mathilde von Kaulbach, genannt Quappi, die jüngste Tochter des Münchner Malers Friedrich August von Kaulbach. Die 20 Jahre jüngere Frau inspirierte den Künstler zu zahlreichen Porträts und Doppelbildnissen wie diesem Gemälde von 1941. Das Bild, eine geheimnisvolle Begegnung zwischen Quappi und einem wie ein Inder gekleideten Mann, entstand in Amsterdam, wohin das Ehepaar Beckmann am ersten Tag der Ausstellung ›Entartete Kunst‹ in München (19. Juli 1937) gezogen war.
Der für Beckmann typische enge Bildausschnitt zeigt die zwei Figuren in einem nicht näher gekennzeichneten Interieur. Wie von einem Bühnenscheinwerfer frontal angestrahlt ist im Bildhintergrund Quappi dargestellt, während der en profil gemalte turbantragende Mann, ein anspielungsreiches Selbstporträt des Künstlers, den dunklen Vordergrund ausfüllt.
Die Szene wirkt wie die Momentaufnahme aus einem Theaterstück, einem Maskenball oder einer Varietéaufführung. Beckmann bediente sich bekanntlich wiederholt aus dem Motivkreis des Zirkus‘, Theaters und Varietés, um in Bildern von Akrobaten, Schauspielern und Tänzern die existenziellen Gefährdungen seiner Person und künstlerischen Arbeit auszudrücken.