Museum Folkwang
Leuchtbake I
  • Lyonel Feininger
  • Leuchtbake I, um 1913

  • Öl auf Leinwand
  • 105 x 81 cm
  • Erworben 1951 mit Unterstützung der Stadt Essen
  • Inv.-Nr. G 222
  • Text zum WerkDie Aufsplitterung der Farben und Formen wendet Feininger noch konsequenter in seinem Gemälde ›Leuchtbake I‹ an. Das Konstrukt der Leuchtbake, ein in der Schifffahrt verwendetes Seezeichen zur Markierung von Fahrwassern, hat eine bisweilen auffällige, oft pyramidale Form und ein entsprechendes Toppzeichen an der Spitze, das Feuer. Feininger unterscheidet malerisch kaum zwischen den Elementen, lässt das grau-blaue Meer sich in den gleichen Formen auftürmen wie den grauen Himmel, der von einem fernen Leuchten aufgehellt erscheint. Allein die Bake durchbricht das kubische Muster durch ihr individuelles, zusammenhängendes Konstrukt, scheint jedoch gleichsam für die facettierte Formensprache Pate gestanden zu haben. »Mein Kubismus […]«, so Feininger 1913, »stellt das Gegenteil der Ziele der französischen Kubisten dar, beruht auf dem Prinzip der Monumentalität und Konzentration bis zum absoluten Extrem meiner Sicht […] meine Bilder nähern sich immer mehr der Synthese der Fuge.«
  • Provenienz1930, Ferdinand Möller, Berlin
    1951, Dr. Hans Helmut Klihm, München
    1951, Kauf bei Klihm, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'278
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Leuchtbake I
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Leuchtbake I Light Beacon I Leuchtbake I
  • Obj_Dating_S: um 1913
  • Jahr von: 1'903
  • Jahr bis: 1'923
  • Obj_IdentNr_S: G 222
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0222
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 105 x 81 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1951 mit Unterstützung der Stadt Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Die Aufsplitterung der Farben und Formen wendet Feininger noch konsequenter in seinem Gemälde ›Leuchtbake I‹ an. Das Konstrukt der Leuchtbake, ein in der Schifffahrt verwendetes Seezeichen zur Markierung von Fahrwassern, hat eine bisweilen auffällige, oft pyramidale Form und ein entsprechendes Toppzeichen an der Spitze, das Feuer. Feininger unterscheidet malerisch kaum zwischen den Elementen, lässt das grau-blaue Meer sich in den gleichen Formen auftürmen wie den grauen Himmel, der von einem fernen Leuchten aufgehellt erscheint. Allein die Bake durchbricht das kubische Muster durch ihr individuelles, zusammenhängendes Konstrukt, scheint jedoch gleichsam für die facettierte Formensprache Pate gestanden zu haben. »Mein Kubismus […]«, so Feininger 1913, »stellt das Gegenteil der Ziele der französischen Kubisten dar, beruht auf dem Prinzip der Monumentalität und Konzentration bis zum absoluten Extrem meiner Sicht […] meine Bilder nähern sich immer mehr der Synthese der Fuge.«