Museum Folkwang
Bran - Bild vom 25.11.57
  • Karl Otto Götz
  • Bran - Bild vom 25.11.57, 1957

  • Kaseinfarben auf Zinkweiß-Kreidegrund auf Leinwand
  • 145,5 x 120,5 cm
  • Erworben 1958 mit der Unterstützung der Stadt Essen
  • Inv.-Nr. G 293
  • Text zum WerkAus dem variantenreichen Spiel mit druckgrafischen Techniken entwickelt K. O. Götz noch Ende der 1940er-Jahre eine informelle Geste, mit der er in großen Schwüngen die Farbe auf die mit zusätzlichem Leim grundierte Leinwand aufträgt und sogleich mittels selbst hergestellter Pinsel oder anderen Geräts in gleichbleibendem Temperament wieder wegnimmt oder anderweitig in weitere Passagen, Schwünge oder Texturen verteilt. Das für den Künstler typische Rakelbild hatte sich erfunden, zunächst in sattem Schwarz, später auch wahlweise gemischt mit Blau, Gelb und Rot. Dem Künstler geht es, wie bei ›Bran – Bild vom 25.11.57‹ zu sehen, keineswegs um Vereinfachung, sondern um die Gestaltung eines Bildraumes und das didaktische Ausloten von Variationsmöglichkeiten zu einem Thema: die Wechselbeziehung zwischen »Figur« und Hintergrund beziehungsweise die Zusammenstellung einzelner, gleichartiger Fakturen unterschiedlicher Größenverhältnisse. Götz entwickelt über die Jahre ein faszinierendes Bildschema aus Diagonalen mit umkreisenden Schwüngen und Kreiswirbeln in endlosen wie spontan und dynamisch vorgetragenen Variationsmöglichkeiten.
  • Provenienz1958, K. O. Götz
    1958, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'294
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Bran - Bild vom 25.11.57
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Bran - Bild vom 25.11.57 Bran - Picture from 25.11.57 Bran - Bild vom 25.11.57
  • Obj_Dating_S: 1957
  • Jahr von: 1'957
  • Jahr bis: 1'957
  • Obj_IdentNr_S: G 293
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0293
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 145,5 x 120,5 cm
  • Obj_Material_S: Kaseinfarben auf Zinkweiß-Kreidegrund auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Kaseinfarben auf Zinkweiß-Kreidegrund auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1958 mit der Unterstützung der Stadt Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Aus dem variantenreichen Spiel mit druckgrafischen Techniken entwickelt K. O. Götz noch Ende der 1940er-Jahre eine informelle Geste, mit der er in großen Schwüngen die Farbe auf die mit zusätzlichem Leim grundierte Leinwand aufträgt und sogleich mittels selbst hergestellter Pinsel oder anderen Geräts in gleichbleibendem Temperament wieder wegnimmt oder anderweitig in weitere Passagen, Schwünge oder Texturen verteilt. Das für den Künstler typische Rakelbild hatte sich erfunden, zunächst in sattem Schwarz, später auch wahlweise gemischt mit Blau, Gelb und Rot. Dem Künstler geht es, wie bei ›Bran – Bild vom 25.11.57‹ zu sehen, keineswegs um Vereinfachung, sondern um die Gestaltung eines Bildraumes und das didaktische Ausloten von Variationsmöglichkeiten zu einem Thema: die Wechselbeziehung zwischen »Figur« und Hintergrund beziehungsweise die Zusammenstellung einzelner, gleichartiger Fakturen unterschiedlicher Größenverhältnisse. Götz entwickelt über die Jahre ein faszinierendes Bildschema aus Diagonalen mit umkreisenden Schwüngen und Kreiswirbeln in endlosen wie spontan und dynamisch vorgetragenen Variationsmöglichkeiten.