Museum Folkwang
Portrait de Vincenç Nubiola
  • Joan Miró
  • Portrait de Vincenç Nubiola, um 1917

  • Bildnis von Vincenç Nubiola
  • Öl auf Leinwand
  • 104 x 113 cm
  • Erworben 1966 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Westdeutschen Rundfunk und der Agnes-und-Eugen-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung
  • Inv.-Nr. G 351
  • Text zum WerkBevor Joan Miró sich Anfang 1924 dem Surrealismus zuwandte, entwickelte er eine eigenständige, unverwechselbare Variante des kubistischen Stils, die er vor allem für Porträts und von seiner spanischen Heimat inspirierte Landschaften einsetzte. In dieser Werkphase entstand auch das Porträt des mit dem Maler befreundeten Vicente Nubiola. Das Gemälde zeigt eine kleinteilige, sehr vielfarbige, nahezu fauvistische Formensprache, durch die es sich deutlich von den zeitgleich entstandenen kubistischen Werken Picassos und Braques unterscheidet. In Mirós Bildern jener Jahre meint der Betrachter die Strahlkraft des südlichen Lichts spüren zu können.
    Die Landschaft im Bildhintergrund hat Miró aus Dreiecksformen und formgleichen Bögen zusammengesetzt, die sich zu einem flächigen Muster zusammenschließen. Auch das auf dem Tisch neben der Figur arrangierte Stillleben beweist Mirós Lust am Dekorativen, zu der ihn möglicherweise die Volkskunst Spaniens anregte. Aus diesen feingliedrigen Zeichen bildet der Künstler eine schwebende Rhythmik, die das ganze Bild überzieht und jene Naivität und Liebenswürdigkeit anklingen lässt, die Miró während seines gesamten weiteren Schaffens beibehielt, auch wenn er sich immer wieder intensiv mit den Bildkonzepten der Avantgarde auseinandersetzte.
  • Provenienz1966, Galerie Wilhelm Großhennig, Düsseldorf
  • Obj_Id: 1'003'403
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Portrait de Vincenç Nubiola
  • Obj_Title2_S: Bildnis von Vincenç Nubiola
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Portrait de Vincenç Nubiola Portait of Vincenç Nubiola Portrait de Vincenç Nubiola Bildnis von Vincenç Nubiola
  • Obj_Dating_S: um 1917
  • Jahr von: 1'916
  • Jahr bis: 1'918
  • Obj_IdentNr_S: G 351
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0351
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 104 x 113 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1966 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Westdeutschen Rundfunk und der Agnes-und-Eugen-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Successió Miró / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Bevor Joan Miró sich Anfang 1924 dem Surrealismus zuwandte, entwickelte er eine eigenständige, unverwechselbare Variante des kubistischen Stils, die er vor allem für Porträts und von seiner spanischen Heimat inspirierte Landschaften einsetzte. In dieser Werkphase entstand auch das Porträt des mit dem Maler befreundeten Vicente Nubiola. Das Gemälde zeigt eine kleinteilige, sehr vielfarbige, nahezu fauvistische Formensprache, durch die es sich deutlich von den zeitgleich entstandenen kubistischen Werken Picassos und Braques unterscheidet. In Mirós Bildern jener Jahre meint der Betrachter die Strahlkraft des südlichen Lichts spüren zu können.
Die Landschaft im Bildhintergrund hat Miró aus Dreiecksformen und formgleichen Bögen zusammengesetzt, die sich zu einem flächigen Muster zusammenschließen. Auch das auf dem Tisch neben der Figur arrangierte Stillleben beweist Mirós Lust am Dekorativen, zu der ihn möglicherweise die Volkskunst Spaniens anregte. Aus diesen feingliedrigen Zeichen bildet der Künstler eine schwebende Rhythmik, die das ganze Bild überzieht und jene Naivität und Liebenswürdigkeit anklingen lässt, die Miró während seines gesamten weiteren Schaffens beibehielt, auch wenn er sich immer wieder intensiv mit den Bildkonzepten der Avantgarde auseinandersetzte.