Museum Folkwang
Deux trames interférentes jaune/blanc
  • François Morellet
  • Deux trames interférentes jaune/blanc, 1953

  • Zwei interferierende Raster gelb/weiß
  • Acryl auf Sperrholz
  • 80 x 80 cm
  • Erworben 1973 mit Unterstützung des Folkwang-Museumsvereins
  • Inv.-Nr. G 399
  • Text zum WerkDie Entwicklung der geometrischen Abstraktion war durch den Zweiten Weltkrieg nicht abgebrochen. Der französische Maler François Morellet lernte durch den Schweizer Max Bill das Konzept der Konkreten Kunst kennen. In Anknüpfung an diesen Ansatz systematisierte er seine Arbeitsweise auf fast wissenschaftliche Art und Weise. ›Deux trames interférentes jaune/blanc‹ macht auf einen Blick deutlich, wie fundamental sich sein künstlerischer Ansatz von denen des Konstruktivismus oder des De Stijl unterscheidet: Eine Komposition von Formen ist in seinen Bildern nicht zu erkennen, die Fläche ist bis zum Rand von einem systematisch angelegten Muster überzogen. Ein Wechsel der Balkenbreiten erzeugt den Effekt von zwei leichten Wölbungen. In diesem frühen Werk ist die Entwicklung seines späteren Werkes und einer wichtigen Kunstbewegung bereits vorweggenommen. Die bildnerische Erforschung einer Alchemie der Formen ist hier in Beziehung zum Betrachter und zur optischen Wirkung gesetzt.
  • ProvenienzKünstler / Galerie m
    1973, Galerie m , Bochum
    1973, Kauf bei Galerie m, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'412
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Deux trames interférentes jaune/blanc
  • Obj_Title2_S: Zwei interferierende Raster gelb/weiß
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Deux trames interférentes jaune/blanc Two Interfering Grids Yellow/White Deux trames interférentes jaune/blanc Zwei interferierende Raster gelb/weiß
  • Obj_Dating_S: 1953
  • Jahr von: 1'953
  • Jahr bis: 1'953
  • Obj_IdentNr_S: G 399
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0399
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 80 x 80 cm
  • Obj_Material_S: Acryl auf Sperrholz
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Acryl auf Sperrholz
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1973 mit Unterstützung des Folkwang-Museumsvereins
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort): Ausstellung Intern: Sammlung 20. und 21. Jahrhundert, Neubau
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Die Entwicklung der geometrischen Abstraktion war durch den Zweiten Weltkrieg nicht abgebrochen. Der französische Maler François Morellet lernte durch den Schweizer Max Bill das Konzept der Konkreten Kunst kennen. In Anknüpfung an diesen Ansatz systematisierte er seine Arbeitsweise auf fast wissenschaftliche Art und Weise. ›Deux trames interférentes jaune/blanc‹ macht auf einen Blick deutlich, wie fundamental sich sein künstlerischer Ansatz von denen des Konstruktivismus oder des De Stijl unterscheidet: Eine Komposition von Formen ist in seinen Bildern nicht zu erkennen, die Fläche ist bis zum Rand von einem systematisch angelegten Muster überzogen. Ein Wechsel der Balkenbreiten erzeugt den Effekt von zwei leichten Wölbungen. In diesem frühen Werk ist die Entwicklung seines späteren Werkes und einer wichtigen Kunstbewegung bereits vorweggenommen. Die bildnerische Erforschung einer Alchemie der Formen ist hier in Beziehung zum Betrachter und zur optischen Wirkung gesetzt.