Museum Folkwang
Birkenwald
  • Christian Rohlfs
  • Birkenwald, 1907

  • Öl auf Leinwand
  • Bildmaß 110 x 75 cm
    Bildmaß 109,5 x 74 cm Lichtes Maß
  • Erworben 1912 spätestens für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen, beschlagnahmt 1937, wiedererworben 1958 mit Unterstützung der Stadt Essen
  • Inv.-Nr. G 291
  • Text zum WerkAuf Empfehlung Henry van de Veldes und auf Bitten Karl Ernst Osthaus’ war Christian Rohlfs von Weimar nach Hagen übersiedelt und bezog im soeben eröffneten Museumsgebäude ein Atelier. Im direkten Kontakt mit der rasch anwachsenden Folkwang-Sammlung, die damals bereits Werke von van Gogh, Gauguin, und den Pointillisten Seurat, Signac, Rhysselberghe oder Luce umfasste, nahm Rohlfs’ eigene Malerei eine neue Wendung. Nach impressionistischen und neoimpressionistischen Phasen schloss er sich bald den jungen »Wilden« an, wie die eine Generation jüngeren Maler der Künstlergemeinschaft ›Die Brücke‹ genannt wurden. »Seine Malerei ist Musik der Farben« – mit diesen Worten charakterisierte Osthaus die Bilder Rohlfs’ und das kann auch für den ›Birkenwald‹ gelten. Intensive Gelb-, Blau- und Rottöne im expressiven Wechsel mit dem strahlenden Weiß der Birkenstämme erzeugen einen herbstlich gestimmten Farbenrausch. Wohl noch im Jahr seiner Entstehung erwarb Karl Ernst Osthaus den ›Birkenwald‹. 1922 gelangte das Gemälde mit der übrigen Osthaus-Sammlung nach Essen. 1937 wurde der ›Birkenwald‹ zusammen mit weiteren Werken des Künstlers von den Nationalsozialisten für ›entartet‹ erklärt und beschlagnahmt.
  • ProvenienzKünstler
    1912 spätestens - 1917, Museum Folkwang, Hagen
    08.03.1917, Auktion Paul Cassirer, Berlin
    1917 - 1918, Graefe
    1918 - 1922, Rückkauf von Graefe, Museum Folkwang, Hagen
    1922 - 25.08.1937, Museum Folkwang, Essen
    25.08.1937, für die Ausstellung "Entartete Kunst" in München, Beschlagnahmung durch das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Berlin
    08.1939 - 13.02.1939, Depot Schloss Schönhausen
    13.02.1939, Kauf vom Deutschen Reich, Bernhard A. Böhmer, Güstrow
    05.1945, Nachlass Böhmer, Wilma Zelck, Rostock (Schwägerin von B. A. Böhmer)
    1958, Dr. Edgar Horstmann, Hamburg
    1958, Kauf bei Horstmann, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'480
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Museum Folkwang, Essen, Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Birkenwald
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Birkenwald Birch Forest Birkenwald
  • Obj_Dating_S: 1907
  • Jahr von: 1'907
  • Jahr bis: 1'907
  • Obj_IdentNr_S: G 291
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0291
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: Bildmaß 110 x 75 cm
    Bildmaß 109,5 x 74 cm Lichtes Maß
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1912 spätestens für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen, beschlagnahmt 1937, wiedererworben 1958 mit Unterstützung der Stadt Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Auf Empfehlung Henry van de Veldes und auf Bitten Karl Ernst Osthaus’ war Christian Rohlfs von Weimar nach Hagen übersiedelt und bezog im soeben eröffneten Museumsgebäude ein Atelier. Im direkten Kontakt mit der rasch anwachsenden Folkwang-Sammlung, die damals bereits Werke von van Gogh, Gauguin, und den Pointillisten Seurat, Signac, Rhysselberghe oder Luce umfasste, nahm Rohlfs’ eigene Malerei eine neue Wendung. Nach impressionistischen und neoimpressionistischen Phasen schloss er sich bald den jungen »Wilden« an, wie die eine Generation jüngeren Maler der Künstlergemeinschaft ›Die Brücke‹ genannt wurden. »Seine Malerei ist Musik der Farben« – mit diesen Worten charakterisierte Osthaus die Bilder Rohlfs’ und das kann auch für den ›Birkenwald‹ gelten. Intensive Gelb-, Blau- und Rottöne im expressiven Wechsel mit dem strahlenden Weiß der Birkenstämme erzeugen einen herbstlich gestimmten Farbenrausch. Wohl noch im Jahr seiner Entstehung erwarb Karl Ernst Osthaus den ›Birkenwald‹. 1922 gelangte das Gemälde mit der übrigen Osthaus-Sammlung nach Essen. 1937 wurde der ›Birkenwald‹ zusammen mit weiteren Werken des Künstlers von den Nationalsozialisten für ›entartet‹ erklärt und beschlagnahmt.