Museum Folkwang
Kurische Nehrung
  • Karl Schmidt-Rottluff
  • Kurische Nehrung, 1914

  • (Nidden)
  • Mischtechnik auf Leinwand
  • 87 x 101 cm
  • Erworben 1974 mit Unterstützung der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung
  • Inv.-Nr. G 409
  • Text zum WerkAuf Anraten von Pechstein hielt sich Schmidt-Rottluff von Ende Mai bis Anfang September 1913 in Nidden auf, einem kleinen Fischerdorf auf der Kurischen Nehrung in Ostpreußen. Neben den vielen, zumeist von einem Rotton dominierten Aktbildern entstanden einige Bilder der Küstenregion zwischen Haff und Meer. In einer reduzierten Formensprache und klaren Farbakkorden – Rot, Blau und Grün – stellt der Künstler mit schnellen Pinselstrichen die Landschaft in der Umgebung seines Feriendomizils dar. Aufgebrochene und verzerrte Formen charakterisieren die bewegte Landschaft mit ihrer überreichen Vegetation. »Ich bin verschiedentlich zu einer Steigerung der Formen gekommen, die zwar den naturwissenschaftlich gefundenen Proportionen widerspricht, die aber in ihrer geistigen Beziehung ausgeglichen und proportioniert ist«, schrieb Schmidt-Rottluff an seinen Sammler Gustav Schiefler nach Hamburg.
    Im Sommer 1914 war der Künstler in Hohwacht und malte an der holsteinischen Ostseeküste. Weil die dort entstandenen Werke sich stilistisch von dieser in Nidden entstandenen Landschaft unterscheiden, ist davon auszugehen, dass Schmidt-Rottluff die Kurische Nehrung erst nach seiner Rückkehr nach Berlin 1914 signierte und datierte.
  • Provenienz1974, Galerie Wilhelm Großhennig, Düsseldorf
    1974, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'510
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Kurische Nehrung
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg): (Nidden)
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Kurische Nehrung Curonian Spit (Nidden/Nida) Kurische Nehrung (Nidden)
  • Obj_Dating_S: 1914
  • Jahr von: 1'914
  • Jahr bis: 1'914
  • Obj_IdentNr_S: G 409
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0409
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 87 x 101 cm
  • Obj_Material_S: Mischtechnik auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Mischtechnik auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1974 mit Unterstützung der Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Auf Anraten von Pechstein hielt sich Schmidt-Rottluff von Ende Mai bis Anfang September 1913 in Nidden auf, einem kleinen Fischerdorf auf der Kurischen Nehrung in Ostpreußen. Neben den vielen, zumeist von einem Rotton dominierten Aktbildern entstanden einige Bilder der Küstenregion zwischen Haff und Meer. In einer reduzierten Formensprache und klaren Farbakkorden – Rot, Blau und Grün – stellt der Künstler mit schnellen Pinselstrichen die Landschaft in der Umgebung seines Feriendomizils dar. Aufgebrochene und verzerrte Formen charakterisieren die bewegte Landschaft mit ihrer überreichen Vegetation. »Ich bin verschiedentlich zu einer Steigerung der Formen gekommen, die zwar den naturwissenschaftlich gefundenen Proportionen widerspricht, die aber in ihrer geistigen Beziehung ausgeglichen und proportioniert ist«, schrieb Schmidt-Rottluff an seinen Sammler Gustav Schiefler nach Hamburg.
Im Sommer 1914 war der Künstler in Hohwacht und malte an der holsteinischen Ostseeküste. Weil die dort entstandenen Werke sich stilistisch von dieser in Nidden entstandenen Landschaft unterscheiden, ist davon auszugehen, dass Schmidt-Rottluff die Kurische Nehrung erst nach seiner Rückkehr nach Berlin 1914 signierte und datierte.