Museum Folkwang
Rote Blüten
  • Karl Schmidt-Rottluff
  • Rote Blüten, 1907

  • (Dangast)
  • Öl auf Leinwand
  • 56,6 x 66,5 cm
  • Schenkung 1983 Galerie Wilhelm Großhennig, Düsseldorf
  • Inv.-Nr. G 471
  • Text zum WerkIm November 1905 zeigte die Galerie Arnold in Dresden ihre erste van Gogh-Ausstellung, der im Jahr darauf eine Werkschau belgischer und französischer Neoimpressionisten, unter anderem mit Werken von Signac, Seurat, Denis ergänzt durch Werke Gauguins und Vallottons, folgte. Für die Künstler der ›Brücke‹ waren diese und folgende Ausstellungen der Neoimpressionisten und van Goghs wegweisend für ihre Entwicklung eines eigenständigen Malstils. So sieht auch Schmidt-Rottluff 1905 Werke von van Gogh und wird mit einem hohen Maß an Expressivität, einer neuen Freiheit der Kunst und einer Loslösung von Jugendstil und Impressionismus konfrontiert; eine intensive Auseinandersetzung des Künstlers mit dieser Malerei ist die unmittelbare Folge.
    Nach einem Besuch auf Sylt und bei Emil Nolde im Sommer 1906 auf Alsen, entwickelte Schmidt-Rottluff eine besondere Vorliebe für das Meer und die Vielseitigkeit der Natur. Dies veranlasst ihn im Jahr darauf seinen Hauptwohnsitz von Dresden nach Oldenburg zu verlegen. In gewollter Abgeschiedenheit, die ostfriesische Landschaft mit ihrem Wechsel der Gezeiten, ihren weiten Feldern, Dünen und Deichen erkundend, entwickelt Schmidt-Rottluff unabhängig von seinen Künstlerkollegen der ›Brücke‹, die weiterhin in Dresden leben und arbeiten, seinen eigenen malerischen Ausdruck.
    In dieser Zeit entsteht auch das Gemälde ›Rote Blüten‹, das von einem lebendigen Farbauftrag und einem freien Umgang mit reinen Tönen zeugt. Es mögen für die ostfriesischen Deiche typische Mohnblumen sein – ein stark pastoser, reliefartig anmutender Farbauftrag verstärkt Schmidt-Rottluffs Streben nach unmittelbarem Ausdruck im Bild und lässt Bewegung entstehen.
  • Provenienz1983, Galerie Wilhelm Großhennig, Düsseldorf
  • Obj_Id: 1'003'513
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Museum Folkwang, Essen, Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Rote Blüten
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg): (Dangast)
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Rote Blüten Red Blossoms (Dangast) Rote Blüten (Dangast)
  • Obj_Dating_S: 1907
  • Jahr von: 1'907
  • Jahr bis: 1'907
  • Obj_IdentNr_S: G 471
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0471
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 56,6 x 66,5 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Schenkung 1983 Galerie Wilhelm Großhennig, Düsseldorf
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Im November 1905 zeigte die Galerie Arnold in Dresden ihre erste van Gogh-Ausstellung, der im Jahr darauf eine Werkschau belgischer und französischer Neoimpressionisten, unter anderem mit Werken von Signac, Seurat, Denis ergänzt durch Werke Gauguins und Vallottons, folgte. Für die Künstler der ›Brücke‹ waren diese und folgende Ausstellungen der Neoimpressionisten und van Goghs wegweisend für ihre Entwicklung eines eigenständigen Malstils. So sieht auch Schmidt-Rottluff 1905 Werke von van Gogh und wird mit einem hohen Maß an Expressivität, einer neuen Freiheit der Kunst und einer Loslösung von Jugendstil und Impressionismus konfrontiert; eine intensive Auseinandersetzung des Künstlers mit dieser Malerei ist die unmittelbare Folge.
Nach einem Besuch auf Sylt und bei Emil Nolde im Sommer 1906 auf Alsen, entwickelte Schmidt-Rottluff eine besondere Vorliebe für das Meer und die Vielseitigkeit der Natur. Dies veranlasst ihn im Jahr darauf seinen Hauptwohnsitz von Dresden nach Oldenburg zu verlegen. In gewollter Abgeschiedenheit, die ostfriesische Landschaft mit ihrem Wechsel der Gezeiten, ihren weiten Feldern, Dünen und Deichen erkundend, entwickelt Schmidt-Rottluff unabhängig von seinen Künstlerkollegen der ›Brücke‹, die weiterhin in Dresden leben und arbeiten, seinen eigenen malerischen Ausdruck.
In dieser Zeit entsteht auch das Gemälde ›Rote Blüten‹, das von einem lebendigen Farbauftrag und einem freien Umgang mit reinen Tönen zeugt. Es mögen für die ostfriesischen Deiche typische Mohnblumen sein – ein stark pastoser, reliefartig anmutender Farbauftrag verstärkt Schmidt-Rottluffs Streben nach unmittelbarem Ausdruck im Bild und lässt Bewegung entstehen.