Museum Folkwang
Regard halluciné
  • WOLS
  • Regard halluciné, 1946/47

  • Halluzinogener Blick
  • Öl auf Leinwand
  • 81 x 81 cm
  • Erworben 1981 mit Unterstützung der Stadt Essen
  • Inv.-Nr. G 452
  • Text zum WerkWOLS, in Berlin und Dresden als Sohn einer kulturell interessierten Beamtenfamilie aufgewachsen, suchte sehr früh den Anschluss an Dresdner Sammler- und Künstlerkreise. Großen Eindruck machten auf ihn vor allem die Bilder Paul Klees, die er im Hause der Sammler Ida und Fritz Bienert kennen lernte. Nachdem seine Bewerbung um eine Ausbildung am Bauhaus gescheitert war, reiste WOLS 1933 auf Empfehlung von Lázló Moholy-Nagy nach Paris. Neben einigen Gemälden entstanden in dieser Zeit zahlreiche Fotografien, die er 1936 mit Erfolg öffentlich ausstellte.
    Neben Paul Klee, dessen Werk ihn nachhaltig inspirierte, hatte auch die Begegnung mit den Surrealisten großen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung von WOLS. Mit seinen Zeichnungen und Aquarellen, die im Dezember 1945 in der Pariser Galerie René Drouin gezeigt wurden, und seinen zwischen 1945 und 1951 entstandenen Gemälden erschloss WOLS der modernen Kunst neue Ausdrucksformen, indem er die psychische Automatismen der surrealistischen Kunst und die formbare Materialität der Farben für die Bilderfindung nutzbar machte: Gleichzeitig mit dem ›Action Painting‹ und ›Abstract Expressionism‹ in New York entstand in Paris die ›Lyrische Abstraktion‹. ›Regard Halluciné‹ ist ein außerordentlich qualitätvolles Beispiel für diese wahlweise auch ›Art informel‹ oder ›Tachismus‹ genannte Malerei, die der intuitiven Interaktion des Künstlers mit dem Material entscheidenden Anteil an der Bildproduktion zuweist.
  • Provenienz1981, Galerie Linssen, Bonn
  • Obj_Id: 1'003'584
  • Obj_Internet_S: Highlight
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 187
  • Obj_Creditline_S: Gemäldesammlung
  • Obj_Title1_S: Regard halluciné
  • Obj_Title2_S: Halluzinogener Blick
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Regard halluciné Hallucinogenic Look Regard halluciné Halluzinogener Blick
  • Obj_Dating_S: 1946/47
  • Jahr von: 1'946
  • Jahr bis: 1'947
  • Obj_IdentNr_S: G 452
  • Obj_IdentNrSort_S: G 0452
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Gemälde
  • Obj_Crate_S: 81 x 81 cm
  • Obj_Material_S: Öl auf Leinwand
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Öl auf Leinwand
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1981 mit Unterstützung der Stadt Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

WOLS, in Berlin und Dresden als Sohn einer kulturell interessierten Beamtenfamilie aufgewachsen, suchte sehr früh den Anschluss an Dresdner Sammler- und Künstlerkreise. Großen Eindruck machten auf ihn vor allem die Bilder Paul Klees, die er im Hause der Sammler Ida und Fritz Bienert kennen lernte. Nachdem seine Bewerbung um eine Ausbildung am Bauhaus gescheitert war, reiste WOLS 1933 auf Empfehlung von Lázló Moholy-Nagy nach Paris. Neben einigen Gemälden entstanden in dieser Zeit zahlreiche Fotografien, die er 1936 mit Erfolg öffentlich ausstellte.
Neben Paul Klee, dessen Werk ihn nachhaltig inspirierte, hatte auch die Begegnung mit den Surrealisten großen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung von WOLS. Mit seinen Zeichnungen und Aquarellen, die im Dezember 1945 in der Pariser Galerie René Drouin gezeigt wurden, und seinen zwischen 1945 und 1951 entstandenen Gemälden erschloss WOLS der modernen Kunst neue Ausdrucksformen, indem er die psychische Automatismen der surrealistischen Kunst und die formbare Materialität der Farben für die Bilderfindung nutzbar machte: Gleichzeitig mit dem ›Action Painting‹ und ›Abstract Expressionism‹ in New York entstand in Paris die ›Lyrische Abstraktion‹. ›Regard Halluciné‹ ist ein außerordentlich qualitätvolles Beispiel für diese wahlweise auch ›Art informel‹ oder ›Tachismus‹ genannte Malerei, die der intuitiven Interaktion des Künstlers mit dem Material entscheidenden Anteil an der Bildproduktion zuweist.