Museum Folkwang
La femme accroupie
  • Auguste Rodin
  • La femme accroupie, um 1882

  • Die Kauernde
  • Bronze, patiniert
  • 84 x 61 x 54 cm
  • Erworben 1913 für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen
  • Inv.-Nr. P 62
  • Text zum WerkIn ihrer extremen Körperhaltung gehört ‚›Kauernde‹ zu den kühnsten Figuren Rodins. Eine am Boden hockende Frau presst ihren Oberkörper zwischen ihre gespreizten Beine und lehnt ihren Kopf an ihr rechtes Knie. Mit dem linken Arm bedeckt sie schamvoll ihre Brust, ihren Schoß hingegen kann sie nur andeutungsweise mit dem rechten Vorderarm vor den Blicken der Betrachter schützen. Durch das Abwenden ihres Kopfes schließlich versucht sie, einem direkten Blickkontakt auszuweichen. Wie viele andere Skulpturen entwickelte Rodin das Motiv der ›Kauernden‹ für die ›Höllenpforte‹, einem Projekt, an dem er von 1880 bis 1917 intensiv gearbeitet hatte. Rodin platzierte die Figur nahezu versteckt im oberen Teil des Tores über dem linken Pilaster unter einer Volute – nur in ihrer extremen Untersicht kann sie vom Betrachter wahrgenommen werden. Aus dem ursprünglichen Kontext gelöst und um ein vielfaches vergrößert, drängt Rodin die betont devote, ungeschützte Haltung der Nackten noch mehr in den Vordergrund. Diese ausdrucksstarke Haltung der ›Kauernden‹ inspirierte Rodin, das Motiv für weitere Skulpturengruppen zu verwenden und dabei ihre inhaltliche Aussage jeweils zu wandeln.
  • Provenienz1913, Künstler
    1913 - 1922, Kauf vom Künstler, Museum Folkwang, Hagen
    1922, Kauf, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'619
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 188
  • Obj_Creditline_S: Museum Folkwang, Essen, Skulpturensammlung
  • Obj_Title1_S: La femme accroupie
  • Obj_Title2_S: Die Kauernde
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): La femme accroupie The Crouching Woman La femme accroupie Die Kauernde
  • Obj_Dating_S: um 1882
  • Jahr von: 1'881
  • Jahr bis: 1'883
  • Obj_IdentNr_S: P 62
  • Obj_IdentNrSort_S: P 0062
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Plastik/Skulptur
  • Obj_Crate_S: 84 x 61 x 54 cm
  • Obj_Material_S: Bronze, patiniert
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Bronze, patiniert
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1913 für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
    Foto: Hans Hansen, Hamburg 2009
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

In ihrer extremen Körperhaltung gehört ‚›Kauernde‹ zu den kühnsten Figuren Rodins. Eine am Boden hockende Frau presst ihren Oberkörper zwischen ihre gespreizten Beine und lehnt ihren Kopf an ihr rechtes Knie. Mit dem linken Arm bedeckt sie schamvoll ihre Brust, ihren Schoß hingegen kann sie nur andeutungsweise mit dem rechten Vorderarm vor den Blicken der Betrachter schützen. Durch das Abwenden ihres Kopfes schließlich versucht sie, einem direkten Blickkontakt auszuweichen. Wie viele andere Skulpturen entwickelte Rodin das Motiv der ›Kauernden‹ für die ›Höllenpforte‹, einem Projekt, an dem er von 1880 bis 1917 intensiv gearbeitet hatte. Rodin platzierte die Figur nahezu versteckt im oberen Teil des Tores über dem linken Pilaster unter einer Volute – nur in ihrer extremen Untersicht kann sie vom Betrachter wahrgenommen werden. Aus dem ursprünglichen Kontext gelöst und um ein vielfaches vergrößert, drängt Rodin die betont devote, ungeschützte Haltung der Nackten noch mehr in den Vordergrund. Diese ausdrucksstarke Haltung der ›Kauernden‹ inspirierte Rodin, das Motiv für weitere Skulpturengruppen zu verwenden und dabei ihre inhaltliche Aussage jeweils zu wandeln.