Museum Folkwang
Teeschale (chawan)
  • Japan
  • Teeschale (chawan), Edo-Zeit, 17./18. Jh.

  • Raku, Engobe und Bleiglasur
  • H 6,8 cm, Ø 11,5 cm
  • Erworben 1921 spätestens für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen
  • Inv.-Nr. K 272
  • Text zum WerkEine besondere Art der Herstellung japanischer Keramik ist die Raku-Technik, die immer noch einem legendären Zusammenwirken des Töpfers Chôjirô mit Sen no Rikyû zugeschrieben wird, jedoch von chinesischen Emigranten in Japan eingeführt wurde. Die Benennung Raku ist den Zeichen für Juraku, einem Bezirk in Kyôto, entnommen. Diese besondere Teeschale erscheint in ihrer Form und Bearbeitung wie eine Skulptur. Die sanfte und runde Oberfläche, die dynamische Form, die bewusst verbeult ausfällt, ist für die haptische Qualität der Schale entscheidend. Der poröse Scherben wird mit einer Bleiglasur versehen und bei niedriger Temperatur gebrannt. In der Rangliste der Wertschätzung rangieren Teeschalen aus Raku für die Teezeremonie an oberster Stelle.
  • Provenienz1903 vermutlich, Edmond Taigny, Paris
    20.04.1903 - 21.04.1903, Auktion, Hôtel Drouot, Paris
    1903 - 1903, Kauf bei Hôtel Drouot, Siegfried Bing, Paris
    1903 vermutlich - 1922, Kauf bei S. Bing, Museum Folkwang, Hagen
    1922, Kauf, Museum Folkwang, Essen
  • Obj_Id: 1'003'695
  • Obj_Internet_S: ja
  • Obj_Ownership_S (Verantw):Archäologie, Weltkunst, Kunstgewerbe
  • Obj_SpareNField01_N (Verantw): 185
  • Obj_Creditline_S: Museum Folkwang, Essen, Alte, außereuropäische und angewandte Kunst
  • Obj_Title1_S: Teeschale (chawan)
  • Obj_Title2_S:
  • Obj_PartDescription_S (Titelerg):
  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): Teeschale (chawan) Tea Bowl (chawan) Teeschale (chawan)
  • Obj_Dating_S: Edo-Zeit, 17./18. Jh.
  • Jahr von: 1'600
  • Jahr bis: 1'800
  • Obj_IdentNr_S: K 272
  • Obj_IdentNrSort_S: K 0272
  • Obj_Classification_S (Objtyp): Teezeremonie
  • Obj_Crate_S: H 6,8 cm, Ø 11,5 cm
  • Obj_Material_S: Raku, Engobe und Bleiglasur
  • Obj_Technique_S:
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Raku, Engobe und Bleiglasur
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Erworben 1921 spätestens für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen
  • Obj_PermanentLocation_S (Standort):
  • Obj_Condition1_S (Druckerei):
  • Obj_Condition2_S (Auflage):
  • Obj_Subtype_S (Genre):
  • Obj_Rights_S: © Museum Folkwang, Essen
    Foto: Hans Hansen, Hamburg 2009
Text zum Werk
Künstler
Provenienz

Eine besondere Art der Herstellung japanischer Keramik ist die Raku-Technik, die immer noch einem legendären Zusammenwirken des Töpfers Chôjirô mit Sen no Rikyû zugeschrieben wird, jedoch von chinesischen Emigranten in Japan eingeführt wurde. Die Benennung Raku ist den Zeichen für Juraku, einem Bezirk in Kyôto, entnommen. Diese besondere Teeschale erscheint in ihrer Form und Bearbeitung wie eine Skulptur. Die sanfte und runde Oberfläche, die dynamische Form, die bewusst verbeult ausfällt, ist für die haptische Qualität der Schale entscheidend. Der poröse Scherben wird mit einer Bleiglasur versehen und bei niedriger Temperatur gebrannt. In der Rangliste der Wertschätzung rangieren Teeschalen aus Raku für die Teezeremonie an oberster Stelle.