Museum Folkwang
When love is wrong I don't want to be right
  • Michael Buthe
  • When love is wrong I don't want to be right, 1980

  • Wenn Liebe falsch ist, möchte ich nicht recht haben
  • Video auf Magnetband - 1" Offene Spule und U-matic digitalisiert auf Festplatte und Sichtungs-DVD, Farbe, Ton, 18:12 Min.
  • Videostudio Folkwang, Essen
  • Text zum WerkMichael Buthe (1944 Sonthofen – 1994 Bad Godesberg) reiste 1970 erstmals nach Marokko, eine eher zufällige Wahl, die weitreichende Folgen für die Entwicklung seines künstlerischen Werkes hatte. Von der Kultur des Landes tief beeindruckt kehrte er immer wieder zurück, kauft e ein Haus in Marrakech und beschäftigte sich intensiv mit der Mystik des Sufi smus und den Mythen der unterschiedlichen Volksgruppen. Anders als die Maler des Orientalismus versuchte Michael Buthe, am Leben der Einwohner zu partizipieren und ihre Kultur zu verstehen. Er nahm an Moussems, heiligen Festen, teil, erlernte das Färben von Stoff en in Marrakech und las die rauschhaft en Gedichte des persischen Dichters Daschalaluddin Rumi.
    Das Märchenhafte und Verzauberte in Buthes Werk entfaltete sich am umfassendsten in seinen Installationen und Inszenierungen. In seiner Installation ›Hommage an die Sonne‹ auf der Documenta 1972 hatte er in einem Zelt eine phantastische Welt »individueller Mythologien« entworfen. Dass er die klischeehafte Rezeption des Orients mit Ironie in seinen Kosmos einbezog, zeigte sich in dem Environment ›Eine Reise in den Orient‹ 1973 (Galerie Oppenheim).
    In seinen Inszenierungen Ende der 1970er Jahre trat Udo Kier, ein enger Freund des Künstlers, als Darsteller in phantasievollen Kostümen auf. Nach seiner Ausstellung 1980 in Essen arbeiteten er und Manfred Werle im Videostudio Museum Folkwang an dem Film, der zuvor im Atelier des Künstlers gedreht worden war.
    Udo Kier blättert vor der Kamera in einen Folianten mit Collagen Buthes, während ihn rituelle marokkanische Gesänge in einen Trancezustand versetzen.
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  • Obj_Ownership_S (Verantw):Malerei, Skulptur, Medienkunst
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  • Obj_Creditline_S: Museum Folkwang, Medienkunst
  • Obj_Title1_S: When love is wrong I don't want to be right
  • Obj_Title2_S: Wenn Liebe falsch ist, möchte ich nicht recht haben
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  • Obj_SpareMField01_M (Alle Titel): When love is wrong I don't want to be right When love is wrong I don't want to be right Wenn Liebe falsch ist, möchte ich nicht recht haben
  • Obj_Dating_S: 1980
  • Jahr von: 1'980
  • Jahr bis: 1'980
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  • Obj_Classification_S (Objtyp): Medienkunst
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  • Obj_Material_S: Video auf Magnetband - 1" Offene Spule und U-matic digitalisiert auf Festplatte und Sichtungs-DVD
  • Obj_Technique_S: Farbe, Ton, 18:12 Min.
  • Obj_SpareSField01_S (Mat./Tech.): Video auf Magnetband - 1" Offene Spule und U-matic digitalisiert auf Festplatte und Sichtungs-DVD, Farbe, Ton, 18:12 Min.
  • Obj_AccNote_S (Erwerb): Videostudio Folkwang, Essen
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  • Obj_Rights_S: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
    Foto: Museum Folkwang
Text zum Werk
Künstler

Michael Buthe (1944 Sonthofen – 1994 Bad Godesberg) reiste 1970 erstmals nach Marokko, eine eher zufällige Wahl, die weitreichende Folgen für die Entwicklung seines künstlerischen Werkes hatte. Von der Kultur des Landes tief beeindruckt kehrte er immer wieder zurück, kauft e ein Haus in Marrakech und beschäftigte sich intensiv mit der Mystik des Sufi smus und den Mythen der unterschiedlichen Volksgruppen. Anders als die Maler des Orientalismus versuchte Michael Buthe, am Leben der Einwohner zu partizipieren und ihre Kultur zu verstehen. Er nahm an Moussems, heiligen Festen, teil, erlernte das Färben von Stoff en in Marrakech und las die rauschhaft en Gedichte des persischen Dichters Daschalaluddin Rumi.
Das Märchenhafte und Verzauberte in Buthes Werk entfaltete sich am umfassendsten in seinen Installationen und Inszenierungen. In seiner Installation ›Hommage an die Sonne‹ auf der Documenta 1972 hatte er in einem Zelt eine phantastische Welt »individueller Mythologien« entworfen. Dass er die klischeehafte Rezeption des Orients mit Ironie in seinen Kosmos einbezog, zeigte sich in dem Environment ›Eine Reise in den Orient‹ 1973 (Galerie Oppenheim).
In seinen Inszenierungen Ende der 1970er Jahre trat Udo Kier, ein enger Freund des Künstlers, als Darsteller in phantasievollen Kostümen auf. Nach seiner Ausstellung 1980 in Essen arbeiteten er und Manfred Werle im Videostudio Museum Folkwang an dem Film, der zuvor im Atelier des Künstlers gedreht worden war.
Udo Kier blättert vor der Kamera in einen Folianten mit Collagen Buthes, während ihn rituelle marokkanische Gesänge in einen Trancezustand versetzen.